Vom Kutscherhaus zum "Gemeindezentrum Kutscherhaus" der
Ev.-methodistischen
Zur Geschichte des Kutscherhauses Das Kutscherhaus erwarb die Bischöfliche Methodistenkirche um 1920 zusammen mit der Villa des großen Leipzigers Verlegers "Meißner&Buch". Die Villa befand sich im hinteren Teil des Grundstücks "Sidonienstr. 26", wie die Straße damals noch hieß. Das Kutscherhaus diente als Wagenremise und Unterkunft der Bediensteten. Es wurde 1877 - so die Jahreszahl am Tor der Einfahrt - erbaut. Der Leipziger Architekt Beck entwarf ein Gebäude im Stil der Bauwerke des berühmten Berliner Baumeisters Schinkel mit Sandsteinbossen und Laubengang. Im Untergeschoss waren die Pferdestallungen untergebracht, im Obergeschoss der Heuboden und kleine Wohneinheiten der Bediensteten. Mit dem Aufkommen der Personenkraftwagen wurden die Stallungen durch Garagen ersetzt und in den 30iger Jahren eine Wagenwaschhalle angebaut. Am
04. 12. 1943 wurden die Kirche an der Ostgrenze des Grundstücks und
die Villa durch Fliegenbomben völlig zerstört. Die Bewohner der
brennenden Villa konnten sich ins Kutscherhaus retten, das vor der Zerstörung
bewahrt blieb. Die Kirche wurde 1948-1950 wieder erbaut. Eine Baracke diente
zwischenzeitlich als Notkirche und dann bis 1998 als Gemeindehaus. Seit
1990 plante die Kirchgemeinde die Wiedererrichtung eines neuen Gemeindehauses
mit Pastoren- und Hausmannswohnung. Dazu sollte eine Teilgrundstücksverkauf
von ca. 1300 qm einschließlich des Kutscherhauses dienen. Vom Verkaufserlös
sollte ein ganz neues Gemeindehaus gebaut werden. Nachdem mehrere Versuche
zur Grundstücksveräußerung fehlgeschlagen waren, gleichzeitig
der Zustand des alten Gemeindehauses (Baracke) größere Investitionen
als nicht mehr sinnvoll erscheinen ließ, entschloss sich die Bezirkskonferenz
der Kreuzkirchgemeinde 1996 für den Umbau des Kutscherhauses zu einem
neuen Gemeindezentrum. Dazu
steht ein biblisches Wort aus den Psalmtransformationen "Wem
Gott der Herr das Haus gebaut, der hat viel mehr als Geld und Glück,
|